Wilhelm-Bölsche-Schule – Mit vereinten Kräften ins Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Geschrieben von lauriac am in Allgemein

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Schüler reißen symbolisch eine Mauer aus Vorurteilen ein, mit denen sie sich während der Projektwoche beschäftigt hatten

Mit einer Projektwoche gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für Toleranz schafften das Kollegium, die Schüler/innen und die Schulsozialarbeit der Wilhelm-Bölsche-Schule in Friedrichshagen die Grundlage, dass ihre Schule nun offiziell Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird.

Um Teil des Netzwerks werden zu können, müssen mindestens 70% aller Personen an der jeweiligen Schule diesem Schritt zustimmen. An vielen Schulen stellt diese Marke lediglich eine symbolische Hürde dar. An der Wilhelm-Bölsche-Schule jedoch war sie eine wirkliche Herausforderung.

Deshalb arbeitete im vergangenen Schuljahr eine kleine Gruppe von Lehrer/innen und den beiden Sozialarbeiter/innen gemeinsam mit Schülervertretern am Konzept für die Projektwoche, um verschiedene Facetten des kulturellen Miteinanders zu präsentieren. Zum Abschluss der Projektwoche stellten viele Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse auf dem Schulfest vor.

Die Schüler/innen konnten sich in der Projektwoche entscheiden zwischen so unterschiedlichen Angeboten wie dem Besuch einer KZ-Gedenkstätte, einem Workshop bei den American Footballern der Razorbacks aus Erkner, Kochen nach afrikanischen Rezepten, dem Besuch eines Heims für Asylbewerber, sie konnten sich bei der Anbringung eines Graffito beteiligen oder Einsicht in das Leben von Juden in Kreuzberg nehmen.

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AG-Leiter Thomas Panter (ganz rechts) mit Schülern vor dem Graffito, das im Rahmen der Aktionswoche im Mellowpark entstanden ist.

Für das Projekt gewannen die Verantwortlichen auch viele Partner aus dem GSJ-Netzwerk: BEIspielhaft bot einen sehr spannenden zweitägigen Workshop zum Rassismus im Fußball an und für das abschließende Schulfest stand der Soccerkäfig der GSJ bereit. Karin Liersch vom Hoftheater erarbeitete in einem Wochenseminar Theaterszenen, die sich mit den Themen Ausgrenzung, Vorurteil, willkommen heißen und Respekt auseinandersetzen. Drob Dynamic aus der NaunynRitze bot einen Rap-Workshop an, bei dem die Teilnehmer einen engagierten Text für mehr Miteinander und Respekt entwarfen und diesen auf dem Fest vortrugen. Insgesamt standen mehr als 40 Angebote zur Verfügung, aus denen die Schüler/innen ihre Workshops wählen konnten.

Bis zuletzt kämpfte die Projektgruppe für die notwendigen Stimmen zur Befürwortung des Beitritts in das Netzwerk. Aber allein die Durchführung der Woche zeigte, wie notwendig eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Themenkomplex ist. Und so wäre die Projektwoche auch ein Erfolg gewesen, wäre das notwendige Quorum nicht erreicht worden.
Erst kurz vor Ende des Schulfestes nämlich konnte Schulleiter Dr. Schulze den Besuchern mitteilen, dass rund 74% Zustimmung erreicht wurden und die Wilhelm-Bölsche-Schule damit Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden kann!

Erfreulich ist auch, dass die zukünftige „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vier Paten gewinnen konnte: Neben dem Köpenicker Bundestagsabgeordneten Matthias Schmidt sind das das UNION-Kino in Friedrichshagen, das UNION-Hilfswerk als Träger des Flüchtlingsheims in Rahnsdorf und der FC UNION mit seiner Frauenmannschaft.

Schulen, die sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anschließen, einigen sich in einer Selbstverpflichtung darauf, aktiv gegen Rassismus vorzugehen.

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