One Billion Rising Revolution – Dance Demo gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

Geschrieben von lauriac am in Allgemein

Unter dem Motto Rise! Resist! Unite! wurde am 14. Februar 2020 von 17.30 bis 18.00 Uhr vor dem Brandenburger Tor tanzend gegen Gewalt an Mädchen und Frauen demonstriert.
Der Film zur Demo und zur Pressemitteilung

Laut UN wird ein Drittel aller Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt. Das sind weltweit eine Milliarde Frauen, die Opfer von Gewalt werden.

One Billion Rising ist eine weltweite Bewegung, die im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Seither werden zum Valentinstag eine Milliarde (engl. billion) Frauen und Männer aufgerufen, ihre Häuser, Schulen, Geschäfte und Arbeitsstellen zu verlassen und gemeinsam öffentlich gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu protestieren.

Am 14. Februar 2020 trafen sich wieder überall auf der Welt Menschen an öffentlichen Plätzen, um ein Ende der Gewalt einzufordern. Das Centre Talma, ein Mädchen- und Jungensportzentrum der GSJ – Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, hat sich 2013 dieser Aktion angeschlossen und organisiert seither die Berliner Dance Demo vor dem Brandenburger Tor.

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Beitrag des Centre Talma schlüssige Konsequenz der Projektarbeit

Der Beitrag für One Billion Rising ist die schlüssige Konsequenz der Projektarbeit. Denn aus den langjährigen Erfahrungen in der  Gruppenarbeit im Tanz und in der Kooperation mit Schulen,
Sportvereinen und anderen Organisationen wissen die Macher und Macherinnen: Es sind insbesondere Mädchen und Frauen, die Opfer von Diffamierung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung werden. Dieses Engagement wurde 2017 mit dem 1. Platz des Hatun Sürücü Preises,
dem Preis „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ und dem Sonderpreis „Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz“ ausgezeichnet.

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, übernahm wie in der Vergangenheit die Schirmherrschaft und sprach vor Ort ein Grußwort. Zur Pressemitteilung der Senatorin.

Die Sängerinnen Jocelyn B. Smith, Alex Stella von stella rockt sowie Lucile Mayr und die Rapperin und Aktivistin Sookee performten live zu den Tanzacts.

Auch Betty Heidler, eine ehemalige deutsche Hammerwerferin und Weltmeisterin in Osaka 2007 und Vizeweltmeisterin in Deutschland 2009 und Daegu 2011, war dabei: „Ich selbst hatte noch nie Erfahrungen mit Gewalt im Sport, glücklicherweise. Aber es gibt Frauen, bei denen das der Fall ist. Ich möchte mich als Bundespolizistin, Jurastudentin, ehemalige Leistungssportlerin und als Frau dafür einsetzen, dass mehr gegen Gewalt und Ungleichheit gegen Frauen getan wird. Dass darüber aufgeklärt wird, Prävention betrieben und akute Fälle verfolgt werden. Der Schutz der Frauen ist oft unzureichend und das muss sich ändern. Und deshalb sind Veranstaltungen wie One Billion Rising so wichtig und eine tolle Möglichkeit für mich, meine Sicht und Meinung zu zeigen!“

One Billion Rising auch in Lichtenberg und Friedrichshain

Auch auf dem Anton-Saefkow-Paltz in Lichtenberg demonstrierten Menschen seit Jahren am 14. Januar gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Das MädchenSportZentrum Kreafithaus übt die Choreografie mit Schülerinnen und Schülern sowie Besucherinnen ihrer Einrichtung ein und bietet am 14. Februar um 12 Uhr die Möglichkeit, dem Protest Ausdruck zu verleihen.
Auf dem Schulhof der Jane-Addams-Schule wird – mitorganisiert von der GSJ-Schulsozialarbeit – von 11:20 bis 11:50 Uhr ebenfalls getanzt.

Vorbereitung auf OBR in Frauensporthalle in Marzahn

In der Frauensporthalle Marzahn findet am 8. Februar von 11 bis 16 Uhr ein Workshop zur Vorbereitung auf die gemeinsame Teilnahme am 14. Februar am Brandenburger Tor statt. Die Kursleiterinnen Caroline Linke (Jugendwartin FFM e.V.) und Yvonne Blankenforth (stellv. Vorsitzende FFM e.V.) bereiten inhaltlich und tänzerisch auf die Dance Demo vor. www.frauensporthalle-berlin.de

Choreographie und weitere Informationen unter www.centre-talma.de. Weltweiter Aufruf: www.onebillionrising.org

Initiative „Stärker als Gewalt“ des BMFSFJ

Die am 25. November 2019 gestartete bundesweite Initiative „Stärker als Gewalt“ des BMFSFJ richtet sich an Betroffene und insbesondere deren Umfeld mit dem Ziel, Menschen zu stärken, damit sie Gewalt an Frauen erkennen, verhindern und beenden können.

Die Webseite der Initiative https://staerker-als-gewalt.de/ bündelt Angebote und Informationen, die dabei helfen, Gewalt an Frauen früher zu erkennen und Betroffene effektiver zu unterstützen. Zu den Partnern der Initiative gehören u.a. das Hilfetelefon, der bff oder auch die Frauenhaus-Koordinierung.

Zur Pressemitteilung und Videobotschaft der Bundesministerin Frau Dr. Giffey.

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