Angebote der Kinder- und Jugendhilfe dringend öffnen – GSJ verfügt über erprobte Hygienekonzepte und erwartet baldige Öffnungsperspektiven

Geschrieben von lauriac am in Allgemein

Das vergangene Pfingstwochenende hat den Berlinerinnen und Berlinern einige deutliche Erleichterungen im Umgang mit der Corona-Pandemie und damit Hoffnung auf die Rückkehr zu mehr Normalität gebracht. Der Berliner Senat kündigt zugleich an, bei weiter sinkenden Fallzahlen in den kommenden Wochen die Lockerungen schrittweise fortsetzen zu wollen. Überlegungen, die die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen fernab ihres schulischen Lebens betreffen, finden dabei jedoch aktuell noch wenig Berücksichtigung, konkrete Perspektiven, wie die Arbeit in den vielen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit wieder aufgenommen werden kann, fehlen.

Dabei benötigen junge Menschen mehr denn je Begleitung und Unterstützung, um Halt und Zuversicht für die Entwicklungsschritte des Heranwachsens zu finden. Mittlerweile zeigen auch Studien die Auswirkungen der Pandemie auf die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen auf. Wir wissen davon, dass Spannungen bis hin zu schwerer häuslicher Gewalt in den Familien zunehmen.[1] Das Homeschooling gelingt entsprechend der familiären Ressourcen unterschiedlich gut und Unterstützungsbedarfe sind teilweise noch größer geworden, als sie schon vor der Pandemie waren. Für viele jungen Menschen sind die so wichtigen Freizeitangebote, Hobbys, Sport oder einfach nur das Treffen im Freundeskreis für einen langen Zeitraum weggebrochen und diese Umstände haben Spuren hinterlassen. Besonders diejenigen unter ihnen, denen ein Ort zum Freunde treffen und Abhängen fehlt, leiden zunehmend unter Ängsten, die die eigene Zukunft betreffen, fühlen sich einsam und unwohl.[2]

Die GSJ, Trägerin von zahlreichen Orten und Angeboten der sportorientierten Kinder- und Jugendsozialarbeit im gesamten Stadtgebiet, fordert daher, schnellstmöglich auch Lockerungen für diesen Bereich abzustimmen, denn Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit bieten sowohl Schutzräume als auch Anlaufstellen für unterschiedlichste Unterstützungsbedarfe.

Seit dem vergangenen Jahr existieren für alle GSJ-Einrichtungen Hygienekonzepte, die während einer kurzen Wiedereröffnungsphase erprobt und noch einmal optimiert werden konnten. Alle Fachkräfte stehen bereit und können angesichts der großen Bedarfslage in der Zielgruppe kaum verstehen, dass es keine Öffnungsperspektive gibt, die an die Zielgruppe kommuniziert werden kann.

Durch große konzeptionelle Anstrengungen, sehr flexibles Agieren und immer wieder kurzfristige Neuausrichtung der Angebote ist es in den zurückliegenden Monaten gelungen, den Kontakt zu den jungen Menschen aufrecht zu erhalten und eingeschränkt auch Unterstützung und Begleitung fortzusetzen. Dabei kann jedoch nur ein Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs abgedeckt werden und gleichzeitig stoßen diese Angebote allmählich an Grenzen. Denn Kinder und Jugendliche haben ein genauso großes Bedürfnis wie Erwachsene, endlich wieder draußen und mit der Peergroup zusammen zu sein, sie sind müde von digitalen Ersatzbeschäftigungen. Eine baldige Öffnung der Einrichtungen sowie deren Angebote allein kann gewährleisten, dass der mühsam gehaltene Kontakt zu den Heranwachsenden nicht verloren geht und die Bewältigung der Corona-Pandemie durch die pädagogischen Fachkräfte unterstützt werden kann.

Berlin, 25.05.2021

[1] https://www.berlin.de/sen/justva/presse/pressemitteilungen/2021/pressemitteilung.1059664.php

[2] https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/das-leben-von-jungen-menschen-in-der-corona-pandemie-1

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