Staatssekretär Falko Liecke besucht den Trägerverbund „Einsteigen“ im SJC Prenzlauer Berg

Geschrieben von lauriac am in Allgemein

Am 26. Mai hat der Staatssekretär für Jugend und Familie Falko Liecke im Rahmen des Trägerverbunds „Einsteigen – Verbund für junge Wege in die Stadt“ den SportJugendClub (SJC) Prenzlauer Berg besucht. Der SJC bot dabei den passenden Rahmen für Begegnung, Austausch und Einblicke in die Praxis offener Kinder- und Jugendarbeit.

Der Standort wurde bewusst gewählt: zentral gelegen, gut erreichbar und eng verbunden mit unterschiedlichen Arbeitsfeldern der GSJ. Dazu gehören internationale Projekte, eine nahegelegene Unterkunft für geflüchtete Menschen, Ferienangebote mit Sprachschule sowie Sportformate wie Fußballturniere, an denen auch das Projekt [ankommen] beteiligt ist. So wurden zentrale Zielgruppen und Schnittstellen der Arbeit im Alltag sichtbar.

Die Stärke des Netzwerks: Mehr als die Summe seiner einzelnen Teile

Der Trägerverbund „Einsteigen“ wird berlinweit von der GSJ Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH koordiniert. Sie dient als Ansprechpartnerin für den gesamten Verbund und bündelt gemeinsam mit den Partnern Outreach, CABUWAZI und WeTeK Ressourcen, Fachlichkeit und Zugänge.

Ziel ist es, insbesondere junge Menschen mit Fluchtgeschichte sowie Sintizze und Rom:nja zu erreichen. An über 90 Standorten entstehen niedrigschwellige Angebote in den Bereichen Sport, Bildung, Kultur und Beratung. Die Arbeit setzt dort an, wo formale Systeme häufig nicht greifen, und begleitet junge Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen über längere Zeit.

Vom Flughafen Tempelhof in die Stadt hinein

Der Verbund entstand 2016 in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof – damals die größte Unterkunft für geflüchtete Menschen in Berlin. Aus zunächst temporären Unterstützungsstrukturen hat sich ein dauerhaftes berlinweites Netzwerk entwickelt, das heute Brücken zwischen Freizeit, Bildung, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe baut.

Klettern, Fußball, Tischtennis – und Gespräche dazwischen

Im SportJugendClub nutzten zahlreiche Kinder und Jugendliche die offenen Bewegungsangebote wie Klettern, Fußball und Tischtennis. Parallel dazu entstanden Gespräche über Lebenslagen, Erfahrungen und Perspektiven junger Menschen in Berlin.

Diese Alltagsbegegnungen machten die Wirkung offener Kinder- und Jugendarbeit unmittelbar sichtbar.

Wenn aus Projekten wichtige Infrastruktur wird

In den Gesprächen wurde deutlich, dass die bestehenden Projekte keine ergänzenden Angebote sind, sondern zentrale Infrastruktur für Integration, Teilhabe und soziale Stabilität in Berlin darstellen.

Besonders niedrigschwellige und lebensweltnahe Zugänge sind für viele junge Menschen entscheidend, um Anschluss an Bildung, Beratung und soziale Netzwerke zu finden.

Vor diesem Hintergrund wurde der Besuch auch als politisches Signal verstanden: Die Arbeit des Verbunds braucht eine verlässliche und langfristige Finanzierungsperspektive. Nur so können die aufgebauten Strukturen dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden.

Zusammenarbeit vor Ort

Auch im Austausch mit Peter Wissmann, Leiter des SportJugendClubs Prenzlauer Berg, wurde die Bedeutung tragfähiger Kooperationen in der Jugendhilfe deutlich. Der Besuch unterstrich insgesamt die Rolle des Trägerverbunds „Einsteigen“ als fest verankerter Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Berlin.

www.einsteigen-verbund.de/

Fotos: SenBildJugFam

veröffentlicht am: 29. Mai 2026

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